Philosophie
Ich betrachte unsere Schule als einen Ort, überliefertes Wissen des alten China in unserer Kultur weiterleben zu lassen mit dem Ziel, an einem Schulungsweg teilzuhaben, der unsere Potentiale zur Entfaltung bringt.
Das QIGONG bildet dabei mit ihren drei Säulen: Regulierung der Atmung, Regulierung des Geistes und Regulierung des Körpers die Basis.
Die Stilrichtungen TAIJI QUAN und BAGUA ZHANG bauen darauf auf, sind aber, da sie aus der Tradition der Kampfkunst stammen, technisch natürlich anspruchsvoller. Das KUNG FU (wiederum unterteilt in CHANG QUAN und TIERSTILE) unterrichte ich in meiner Schule klassisch, d.h., es entwickelt sich durch die Arbeit an Soloformen und choreografierten Partnerformen, in denen Blickkontakt, Nähe/Distanzgefühl, Rhythmus, Gleichgewicht und Wahrnehmung der sich verändernden Situation geschult werden. Sie gipfelt in der höchsten Stufe, der intuitiven, freien und verantwortungsbewussten Selbstverteidigung.
Es sind allesamt Methoden, die der jeweiligen Lebenserfahrung und der realistischen Verwirklichung von Wünschen angemessen sein müssen, weswegen sie in Zusammenhang mit Alter, Konstitution, Kraft, Lebenseinsicht, Charakter und Geschlecht stehen. So gibt es weiche und harte, kraftvolle Techniken, schnelle und langsame Bewegungsabfolgen sowie Praktiken für jedes Alter.
Bernhard Urbach